Ursprünge der deutschen Selbstverbrennung

Sezession

… frage man Amis, Engländer, Polen, Tschechen, Russen, Jugoslawen, Rumänen oder Ungarn nach „Aufarbeitung“, „ewiger Schande“, „Zahlungen“, „Geschichtsschreibung in Sinne und Auftrag der Deutschen“ bezüglich Massenmordbefreiung, Moral bombing, Massernvergewaltigung, größtem Raubzug der Geschichte, Vertreibung, 70 Jahren Besatzung.

Einen Anhaltspunkt für die tieferen Quellen des deutschen Masochismus bietet der Erfolg Martin Luthers im 16. Jahrhundert. Luther und seine reformatorische Gefolgschaft entwickelten eine immer schon im Christentum vorhandene Tendenz zu einem extremen Ausmaß weiter – die Doktrin der Gnade. Diese Doktrin, deren Wurzeln über Augustinus bis auf Paulus zurückgehen, betont die unvermeidlich sündhafte Natur des Menschen und sein völliges Unvermögen, sein verderbtes Wesen ohne göttliche Gnade hinter sich zu lassen. Luther erklärt seiner Gemeinde:

Ihr seid nichts als armselige Würmer, denen nichts anderes als Höllenfeuer und ewige Verdammnis zusteht – nicht so sehr für das, was ihr getan habt (wiewohl ihr nie etwas Gutes getan habt), sondern für das, was ihr seid: Erben der Erbsünde Adams. Gott wird dieses gerechte Schicksal, aus seinen eigenen, unergründlichen Veranlassungen heraus, durch einen nicht aufzuwiegenden Akt seiner Gnade einigen wenigen von euch ersparen. Aber vergeßt nie, daß ihr das eigentlich nicht verdient habt.

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Diese Illusion bestand darin, daß die DDR der „bessere“ deutsche Staat war, daß Kommunismus und Christentum kompatibel seien und daß die russischen Besatzer gekommen waren, um Deutschland zu befreien und aufzubauen.

Was das Perfide des typischen DDR-Protestantismus betrifft, so sei dazu noch angemerkt: Die Protestanten in der DDR mußten diesen Spagat zwischen SED-Verbrecherregime/-Kommunismus und Christentum „bewältigen“, indem sie das Christentum, dessen Gründer Jesus Christus niemals eine klassenlose kommunistische Gesellschaftsordnung gepredigt hatte, da sein Augenmerk sich vollkommen auf die jenseitige Welt richtete („Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“), sozusagen von seinen christlichen Aussagen entkernten und in Jesus Christus, gemäß ihrer eigenen Illusion und ihres Wunschdenkens, etwas hineinprojizierten, was da nie war:

Jesus Christus als Verkünder einer Art Frühkommunismus, einer klassenlosen Gesellschaft, eines Messias der weltlichen Heilsverkündung (sozialistischer Staat/kommunistische klassenlose Gesellschaft), eben all das, was der verbrecherische Kommunismus seit jeher als ureigenste Ziele ausgab. Und dies, obwohl der Kommunismus / Marxismus per se atheistisch ist. Die DDR-Protestanten, die eh schon einem enormen Schuldkult anheimgefallen waren und einen unvorstellbaren Schuldstolz praktizierten, waren also nicht nur die Opfer der politischen Umstände, sondern auch der großen Lüge ihres protestantischen Verständnisses eines entkernten und entchristlichten „Christentums“ in einem atheistischen Staat.

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